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50 Jahre Eisenbahnlinie Thann-Matzbach, Isen, Haag

   
 


 

 

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Ein Jubiläum
 
„Schch…schch…schchschch…“
 
Das war ein großer Tag damals, als man schrieb den 18. September 1900. Der Haager Marktflecken hatte sich feierlich herausgeputzt mit Blumen, Kränzen und Fahnen. Weißgekleidete Dirndl im Schneckerlhaar, die Schuljugend mit ihren Lehrern, die Zöglinge des Institutes der Englischen Fräulein, di eHonoratioren im Gehrock und Zylinder, voran di eMusikkapelle mit „tschingtara und pumpupum“, also bewegte sich der Festzug zum Bahnhof und pünktlich um 12 Uhr….
 
„Schch…schch…schchschch…“
 
Fauchend und qualmend fuhr der erste Zug mit buntbewimpeltem Dampfroß aus Isen kommend am Bahnsteig ein. Den Wägen entstieg als erster Generaldirektor Ritter von Ebermeyer mit der hohen Prüfungskommission. Nach einem schwungvollen Festspruch brachte Bürgermeister Schätz den Willkommensgruß als Gemeindevertreter. Nach Besichtigung des Bahnhofes bewegte sich der Festzug mit den zahlreichen Gästen und klingendem Spiel wieder zum Markt zurück, um in der Gaststätte Kefer das Mahl einzubringen. Um 6 Uhr abends entführte der bereitstehende Zug den hohen Besuch und ein Festball schloß die Feier.
Also berichtet der Chronist und vergaß dabei ganz von den vielen Schwierigkeiten und Hemnissen zu berichten, die es bis zu Gelingen des Werkes zu überwinden galt. War doch um diese Zeit von mehreren Gegnern das „Dappfroß“ noch als des „Teufels Kutschen“ verschrien, das das mit Rauch und Qualm di eFelder und Wälder vergifte und den Menschen den Krank und Sterb aufhänge. Dann kamen die Streitigkeiten wegen der Grundabtretungen dazu und nicht zuletzt die Furcht vor Mißhelligkeiten und nachteiligen Folgen verschiedener Art.
Schon u 1895 hatte sich ein Eisenbahnkomitee gebildet. Und die Sitzungen im Gasthaus Kefer sollen nicht immer die friedsamsten gewesen sein. Die einen waren für die Streckenführung: München, Anzing, Forsting, Hohenlinden, Haag – die anderen für eine Verbindung über Dorfen, St. Wolfgang, Haag – bis endlich von der Regierung und dem Distriktrat die Linie Thann-Matzbach, Isen, Haag ausgearbeitet und genehmigt wurde.
Als besondere Förderer des Bahnprojektes müssen aus der Gemeinde Isen genannt und der Heimatgeschichte überliefert werden: Bürgermeister Sebastian Forstmaier, Altbürgermeister Alois Reitmaier, Hauptlehrer Pilmes und Weinwirt Josef Schärfl.
Am 27. September 1900 wurde unter Leitung des Bahnvorstandes in Haag die Strecke dem allgemeinen, fahrplanmäßigen Verkehr übergeben. Eine große Zahl Haager Bürger hatte sich am Bahnhof eingefunden, um mit dem um 11.06 Uhr fälligen Zug nach Isen zu „dampfen“. Die schöne Gegend bei prächtigem Sonnenwetter, die freundliche Aufnahme in Isen, „Kuchen und Keller sorgten für des Leibes Wohlbefinden“, überliefert gewissenhaft der Chronist und „Abends 8.30 Uhr wurde die Rückfahrt angetreten und setzte es während derselben manch heitere Szene ab.“
Das „Dampfroß“ hatte eine Verkehrsinsel erschlossen. Diese Einsicht mußte gar bald die hartgesottensten Gegner bekehren.
Und am 18. September 1950…? Ich glaube, das brave Dampfrößl, das da alle Tage von Thann-Matzbach nach Isen und Haag über grüne und segenschwere Buckel und Höhen keucht, würde sich recht herzlich freuen, wenn man ihm zum 50. Jubiläum ein buntes Kränzlein schenken würde, wie auch wir ihm zum Dank für die Müh und Plag im Heimatkalender diese Zeilen widmen.
 
Anton Böld sen. Im „Heimatkalender 1950“

 
 

 

 
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