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August von Conring


August von Conring  -  Lebenslauf

 

1865  Am 19. Juli wird Conring in Neustrelitz (Mecklenburg) geboren. Ein Jahr nach seiner Geburt stirbt sein Vater Eduard, Hauptmann und Kompaniechef im Großherzoglichen Infanteriebataillon; seine Mutter Ida ist eine geborene von Neydeck und stammt aus Pfronten-Ried im Allgäu.

1874  Conring kommt nach dem frühen Tod seiner Eltern als Waisenkind nach Bamberg und wird dort im Schloss der Baronin von Lindenfels erzogen. Nach seinem Schulabschluss hält sich Conring zu Studienzwecken u.a. in der Schweiz auf.

1885  Übersiedlung nach München; im Oktober 1886 schreibt sich Conring an der Akademie der Bildenden Künste in München ein. Als Mitglied der Münchener Künstlergenossenschaft (MKG) und später der „Luitpold-Gruppe“ stellt er regelmäßig im Glaspalast aus und beteiligt sich bei der jährlichen „Großen Berliner Kunstausstellung“.

August von Conring Selbstbildnis 1922

1916  Conring verlegt seinen Hauptwohnsitz nach Isen, bereits in den Jahren zuvor (ab 1899) war er alljährlich in den Sommermonaten hier. Er wohnt zusammen mit seiner Haushälterin Kunigunde Schuberth (1853 in Steinwiesen bei Kronach geboren) im Haus-Nr. 24 (jetzt Bischof-Josef-Straße) beim Kaufmann Alois Brandstetter. Conring bezeichnet sich als „Privatier“, neben der Malerei sammelt und präpariert er Schmetterlinge, im Volksmund wird er deshalb auch „Schmetterlingsbaron“ genannt.

1920  Conring verliert wegen der inzwischen wertlosen Kriegsanleihen und in der nachfolgenden Inflation sein gesamtes Vermögen. Im Internet und in anderen Quellen wird häufig das Jahr 1920 als sein Todesjahr genannt. Es ist zu vermuten, dass Conring, um seine Verarmung zu verschleiern, seine Kontakte zur Münchner Kunstszene abgebrochen hat, sodass man dort von seinem Tod ausgeht. In den 1920er Jahren bestreitet Conring mehr schlecht als recht seinen Lebensunterhalt durch das Malen von Bildern, die er an hiesige Geschäftsleute und Handwerker verkaufen kann oder gegen Naturalien tauscht.

1929  Am 2. April stirbt Conrings Haushälterin Kunigunde Schuberth. Offenbar hat dieser Tod einen körperlichen und geistigen Verfall beschleunigt, sodass Conring kein selbstbestimmtes Leben mehr führen kann. Man liefert ihn deshalb am 26. Oktober in die Heil- und Pflegeanstalt Gabersee bei Wasserburg am Inn ein, dort stirbt er am 7. Dezember. Drei Tage später wird Conring auf dem Friedhof der Kirche St. Raphael beerdigt, sein Grab existiert leider nicht mehr.

(Franz Wenhardt 2015)

Stilleben des Malers August von Conring



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