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Isener Flurnamen


 
Isener Haus- und Flurnamen:
 
 
Altweg
 
 
 
Die Einöde Altweg liegt auf dem südlichen Ortsrand von Isen und steht auf einem behäbigen Moränenbuckel . Dicht daran vorbei führt der uralte Altweg. Tief ausgefahren zieht er von der Steilgasse her über Götten in den Markt Isen. Seine Spuren sind durch Aufschüttungen verwischt. Aber vor dem Anwesen Andreas Huber und in Götten zeigt er noch die tiefe Furche. Beim Neubau Andreas Feuerer stießen seinerzeit die Arbeiter auf ein sehr altes Hufeisen und die harten Bohlen des ehemaligen Straßenbelags der Römer kamen zum Vorschein. Die Bohlenstücke waren hart und gesund und leisteten den Pickeln der Arbeiter zähen Widerstand. Einige sind schwer angenagt von den vielen Rädern, die über sie hinwegfuhren. Wie alt mögen sie gewesen sein? Wann wurden sei eingelegt? Das ist schwer zu sagen. Im feuchten Grund bleiben solche Rundhölzer lange Zeiträume erhalten, wie man auch bei den Ausgrabungsarbeiten der alten Keltenhäuser sieht. Etliche Jahrhunderte liegen die Bohlen bestimmt schon in der Erde.
 
Der Altweg selbst führt uns ja in die kelto-romanische Zeit, wie auch die nachbarlichen Ortsnamen Straß, Steinspoint, Steinla auf eine vordeutsche Straße deuten. Die Hochstraße nahmin alter Zeit einen anderen Verlauf und mündete beim Herder, heute Fruth Haagerstraße in den Altweg. Aus dem Steinlandl, das sich in die seichte Mulde senkt, wurde vor einigen Jahrzehnten eine Papstmünze ausgeackert. Sie stammt aus dem Jahre 1260 und wurde aus Gutmütigkeit beim herleihen leider veruntreut.
 
Altwegspuren findet der aufmerksame Wanderer öfter. Auffallend sehen wir sie beim Göttner-Weiher und in Hub.
 
Unbeachtet lagen die ausgegrabenen Holzstücke an der Holzlege des Hans Krammerer. Sie gaben getrocknet noch brauchbares Brennholz.
 
 
Getreidekasten am Weidacher Berg
 
 
Wie die neue Zeit den letzten alten Häusern des Marktes Isen zu Leibe rückt, so macht sie auch vor den schönen alten bäuerlichen Gebäuden nicht Halt. Ich erinnere einmal an ein Gebäude das in unserem Markt etwas abseits und von vielen unbeachtet steht. Das ob seiner handwerklichen Schönheit und seines Alters eine kleine Betrachtung wert ist. Ich erinnere an den alten Getreidekasten auf dem Weihdacher Berg. Der kundige Betrachter ist entzückt von der harmonischen Gestaltung des unscheinbaren Holzhauses, dem die handwerkliche Arbeit der Zeit geradezu Respekt verdient. Die Stiege zur kleinen Altane und diese selbst machen das Bild überaus lebendig, ja ganz traulich und von oben bietet sich ein prachtvoller Blick auf den Markt. Der Zimmermann schlug die Jahreszahl der Erbauung des Kastens in das Türgebälk. Wir lesen da 1756 und so könnte das schöne alte Werk heuer den 250. Jahrestag seiner Erbauung begehen. Unser Fotograf Anton Böld fertigte vom Weidacher Kasten ein Bild, das den Heimatkundler so recht an den stolzen Weihdacherhof erinnert. Eine reizvolle Aufnahme für unsere heimatkundliche Sammlung, aber trotzdem empfehlen wir das Bauwerk dem Wohlwollen der Besitzerin, daß uns dieses wertvolle Heimatgut weiter erhalten bleibt.
 
 
Die Hochstraße
 
 
 
An der Hochstraße liegt gegenüber der Isener Wasserreserve das Bräulandl. Bräu hat es in Isen allzeit mehrere gegeben, 1656 sind 3 zunftrechtlich genannt und der Flurname ist nicht sonderlich interessant. Aber anschließend an das Bräulandl zieht sich das Steinlandl zum Grund, wo frische Quellen sprudeln.
 
Ludwig Heilmaier deutet nach Fastlinger die Ortsnamen Altweg, Hochstraß, Straß, Steinspoint, Steingassen und Steinsberg auf die vordeutsche Straße im oberen Isental, die sicher auch so verlief, den Talrichtungen folgend und am Hang ziehend. Steine gab es zwar auf dem Steinlandl immer viele und mancher schwere Brocken wurde abgeklaubt. Und unsere Moränenhügel sind ja alle ein großer Kies- und Steinhaufen. Doch das Steinlandl liegt gegenüber Altweg, das gibt zu denken und mehr zu denken gibt der Fund einer Papstmünze von ca, 1260, die um 1910 aus dem Steinlandl geackert wurde. Eine graue, talergroße Münze, am Rande schon etwas brüchig, doch gut zu entziffern. Auf der Vorderseite die Inschrift Papa Pontifex IV, die Rückseite zeigte zwei bärtige Männerköpfe mit den Großbuchstaben SPA, SPE, St. Paulus – St. Petrus. Diese Münze wurde in einer Heimatschau in Wasserburg gezeigt , später zur Ansicht ausgeliehen und veruntreut. Sie wird aber mit dem Flurnamen Steinlandl in Verbindung gebracht, die die Ansicht der Forscher über unsere alte, uralte Hochstraße bekräftigt.


 

Abbldg. einer ähnlichen Münze
 
Der Amonhof
 
 
 
Im Gries unten steht der Amonhof. Alte Isener wissen noch vom Hausnamen Ammer.
 
Aber die jungen Isener und da besonders die Zugezogenen schauen wohl ganz verwundert, sie kennen aber die heutige Metzgerei Oberpriller, einige noch den Pfest Metzger. Es ist das Elternhaus des Zeno Pfest, dem Gründer des Isener Heimatmuseums. Lang, lang ist es her, daß vom Ammer gesprochen wurde. Die alte „Ammermutter“ starb schon 1800 und der letzte „Ammerbauer“ gar 1781. Ammer ist die Dialektform für Amon. Im Hauskataster steht es noch richtig zu lesen und die älteren Urkunden sprechen schon früher vom Ammerbauern und vom Ammerhof. Der Amon ist kein früherer Besitzername, in diesem Hausnamen steckt der Titel eines Angestellten aus den Zeiten des Kollegiatstiftes Isen. Amon kommt von Amtmann. Und schon ist man mitten in der Wirtschaftsgeschichte unseres einst reichen und blühenden Kapitels. Im 9. Jahrhundert schon finden wir in Isen kein Kloster mehr. Kauf- und Tauschurkunden sprechen bereits von Kanonikern, die damals wohl nach der strengen Regel der Gemeinsamkeit auf dem ehemaligen Klostergrund lebten. Um 1100 formte sich dann unser Kollegiatstift nach der neueren, freieren Weise und bestimmte bis zur Säkularisation 1802 wesentlich unsere Heimatgeschichte. Neben den drei Prälaten ( Probst, Dekan, Scholastikus) den hohen Würdenträgern des Stiftes, finden wir weitere wichtige Ämter und zwar das des Kusto, des Zellerars, des Thesaurars. Diese Ämter lagen in den Händen von Kanonikern und vieler kleinen Stiftsangestellten, zu denen auch der Amon gehört.
 
Das Stift besaß neben Pfründen, Rechten, Häusern und Kapitalien auch Eigengüter, die einen wichtigen Postenin den Rechnungen des kanonikus-Zellerars darstellten, dem früher neben Kasten und Stadel auch Keller und Küche unterstanden. Der Amon und der Amonknecht waren die Bewirtschafter eines dieser eigenen Stiftshöfe. Der Amon ist also der Stiftsökonom. Seine Geschichte ist in den ersten Jahrhunderten des Kollegiatstiftes Isen unerforscht und dunkel. Häufig finden wir für den Kapitelamon auch den Namen Kapitelbauer.
 
Noch 1517 stritt das Stift mit dem Pflegegericht Burgrain um das Recht, einen eigenen Kapitelamtmann halten zu dürfen. Die Herrschaftsgeschichte kennt ja ihre eigenen Amtsleute. 1746 ist der Amonbauer „mit 3 Ruethen gestrafft worden“. Einige Jahrhunderte können wir im Pfarrarchiv Isen die Geschlechter auf dem „Amonguett“ verfolgen: Die Laperger, Blasi, Litzlböck, Schex, seit 1882 die Pfest und heute die Oberpriller. Sie alle waren und sind Besitzer dieses Hofes und der alte Hausname Amon ist in den Isener Geschichtsbüchern niedergeschrieben und wird weiterleben.
 
(Quelle: Sattler Archiv Isen, Verfasser Rupert Fruth)



 
Das Reiderhaus
 
Das Reiderhaus gibt es nicht mehr. Seine Entstehung mit der Jahreszahl 1718 war unter dem Giebel zu lesen. Fast 130 Jahre war das Anwesen im Besitz der Familie Weichselgartner und deren Verwandten. Ein Kaufbrief aus dem Jahre 1822 berichtet vom vorherigen Besitzer Matthias Reitter, durch den das Haus den Namen bekam. Das muß eine wichtige Persönlichkeit gewesen sein, da der Hausname die nachfolgenden Hauseigentümer so lange überdauerte. Matthias Reitter kaufte nach der Säkularisation das Haus und auch die „Herren- oder Probstäcker“, die heute im Katasterblatt als Reiteräcker genannt sind. Er war ein bekannter und gefürchteter Mann, wie die Überlieferung der Familie Weichselgartner berichtet. Das Haus habe ein Vorfahre von einem Schergen erworben. Und das ist richtig. Matthias Reitter erscheint im Kaufbrief von 1822, da er das Haus veräußerte, als pensionierter Gerichtsdiener. In den späteren Katasterblättern wird das Anwesen als vormaliges Amtshaus, nachfolgende Besitzer als Amtsgütler bezeichnet. Matthias Reitter war Angestellter des freisingischen Pfleggerichts, ein Scherge und 1822 eben durch die vorangegangene Säkularisation pensioniert. Er war der Mann , der die Malefikanten in Kettenlegte und im Amtshaus in das Gerichtsgefängnis, in di e“Keichen“ warf!
As war in dem Reiderhaus noch alles zu sehen? Treten wir ein in das „Reiderhaus“ , das ein bedeutendes Gerichtsdenkmal unseres Marktes darstellte.  Schon der Hausgang, mit seiner schönen, schweren Holzdecke fesselt den Besucher. Unauffällig ist an der seite des langen Rechtecks der Treppenaufgang hingerundet. Eine schwere, handgeschmiedete Gittertüre als Abschluß der Stiege gedacht, so daß ein entzückendes Raumbild entsteht. Ganz anders wird der Eindruck, wenn wir von der Küche aus in das ehemalige Gefängnis hinabsteigen. Da fröstelt es den Besucher.
Ein dunkler, kurzer Gang vor den düsteren, niederen, gewölbten Zellen, die einst von schmalen Eisentüren mit festen Riegeln verschlossen wurden. Das wuchtige und starke Mauerwerk wirkt fast erdrückend. Bei  den damals noch 2 erhaltenen Keuchen war ein kleiner Mittelraum, der wohl zur Beheizung und Versorgung der Gefangenen diente. Licht sahen die Gefangenen nur durch schräg aufwärts laufende, mit gekreuzten Eisenstäben gesicherte Gucklöcher.
Das Herrschaftsgericht war überaus streng. Von Geld- und Freiheitsstrafen hören wir wenig. Dafür aber von körperlicher Züchtigung mit Ruten, Landesverweisung, Entehrung mit Strafen am Pranger mit „öffentlicher Schandt der Geigen“. Schlimme Malefizpersonen wurden am Gatter zu Möhnbach, der Isener Herrschaftsgrenze den Erdinger Schergen übergeben,um am Galgen oder Scheiterhaufen in Meiling zu enden. Das Bild, das Ludwig Heilmaier in seiner Herrschaftsgeschichte vom freisingischen Pfleggericht beschreibt, ist wahrhaftig erschüttern. Und so ist es erklärlich, daß die Namen der „Ambleith“ und „Schörgenbuben“ wie der des Matthias Reitter sich tief in die Gemüter eingrub und in einem Hausnamen heute noch weiterlebt.
 
Das Reiderhaus steht heute nicht mehr. Es hatte die Haus-Nr. 63, an seiner Stelle stehen heute Reihenhäuser und die Straße davor nennt man Schützenweg.
 
 
(Quelle: Sattler Archiv Isen, Verfasser Rupert Fruth)


 


Reiderhaus 


 
Storchbräukeller
 
Der „Storchbräu“ war an der Stelle wo sich früher die Post befand, Münchner Str. 22. Die Besitzer waren Martin Storch und seine Frau Johanna, geborene Höhenberger.
Jede Brauerei hatte damals auch einen oder mehrere Bierkeller. Beim Storchbräu waren das der Keller am Gallershof, heute unter dem Anwesen Wimmer, Bischof-Josef-Strraße und den Anwesen Haunstein und Georg Bauer jun.
Der zweite Keller ist am alten Rathaus-Berg. Über dem Eingang hat der Isener Maler Josef Loidl den Schriftzug „Storch Bräu Keller“ angebracht. Dieser Keller war jeweils im Besitz der Eigentüber der Brauerei: Lutzbräu (1806), Knottbräu (1820), Storchbräu (1829), Allrambräu (1841), Emplbräu, Obermairbräu (1856) bis dann Franz Xaver Anzenberger das Anwesen Münchner Straße 22 kaufte und um 1897 umgebaut hat.
Der Storchbräukeller mit dem gesamten Hang wurde an die Gräfin von Moy und später an die Marktgemeinde Isen verkauft, mit der urkundlichen Bestimmung, daß dieser Hang niemals bebaut werden darf.
Die Gräfin von Moy war damals im Besitz des Brindlbräu, dem heutigen Gasthof Klement.

 
(Quelle: Sattler Archiv Isen, Verfasser Rupert Fruth)
 
 
Fischerwirt
 
Am 27. August 1889 war es, als Josef Meier, Zimmermannssohn von Buchbach, den älteren Isenern als tüchtiger Geschäftsmann, leidenschaftlicher Jäger , Eisschütze und fleißiger Förderer des Schießsports bestens bekannt, der die Maria Ellinger von Seidlthal bei Velden ehelichte und als Gastwirt am Gries aufzogen wurde. Der Kauf des Fischerwirtsanwesens durch Josef Meier dürfte wohl etwas früher erfolgt sein, denn die Gastwirtschaft stand Jahre vorher schon ohne männliche Hand. Aber schauen wir hinein in die Haus- und Familienbücher, was sei berichten. Der Hausname „zum Fischerwirt“ begegnet uns in den Aufzeichnungen schon vor einigen Jahrhunderten. Um 1800 liest man den Namen Wirt Balthasar Stadler, Sohn einer alten Bürger- und Metzgerfamilie. 1819 ist als Besitzerin des Fischerwirtanwesens Franziska Neumaier, ledige Wirtin genannt.
1829 folgte der bürgerliche Bierwirt Alois Wandinger, der 1869 verstarb. Bald nach seinem Tode erhielt das Fischerwirtshaus, abgesehen von den Umbauten, die um 1950 im Erdgeschoß erfolgten, die heutige Gestalt.
Am Jakobstag 1869, so lesen wir in der Chronik der freiwilligen Feuerwehr von Zeno Heilmaier, brannte das Fischerwirtsanwesen mit dem links angebauten Säcklerhause nieder. Das rechts daneben stehende Krämerhaus mußte demoliert werden, um nicht auch vom Feuer niedergebrannt zu werden. Die freiwillige Feuerwehr bestand bei diesem Brand ihre Feuertaufe, es war der erste Löscheinsatz der neu gegründeten freiwilligen Feuerwehr Isen.
Da im gleichen Jahr auch der Amonhof, heute Metzgerei Oberpriller, niederbrannte, bekam mit den Neubauten Forstmaier (vormals Reitmaier), fischerwirt, Schreiber und Pfest (heute Oberpriller) der Gries sein uns so vertrautes Gesicht.
 
(Quelle: Sattler Archiv Isen, Verfasser Rupert Fruth)
 
 
Das Kollegiatstift
 
Die Pröbste des Kollegiatstiftes Isen betrachteten in den späteren Jahrhunderten ihr hohes Amt nur als Würde. Sie residierten nicht in Isen. Ihre Anwesenheitspflicht beschränkte sich auf drei Probst-feste. Das Haupt des Stiftes war der Dekan. Sein Amt war ein ehrenvolles, doch auch ein sehr schweres. Die gesamte Verwaltung des Stiftes in geistlichen, wie auch in weltlichen Dingen lag in seinen Händen. Wie der Scholastikus seinen Ludimagister, den Lehre, -der Kustos den Mesner und den Mesnerknecht, - der Thesaurar den Kapitelschreiber, der Zellerer den Stiftsamon mit dem Amonknecht als Hilfsangestellte hatte, so hielt der Dekan den Stiftspedell. Dieser war ein vielbeschäftigter Mann. Bei kirchlichen Verrichtungen amtierte er als Kreuzl-, Kerzen- oder Fahnenträger, er half beim Einbringen der Grundgilten und führte die vielen Botendienste hoch zu Roß nach Freising, Landshut oder nach Erding durch. Der Pedell bezog ein bescheidenes Einkommen aus seiner Tätigkeit und bewirtschaftete nebenbei ein kleines Gütl. Die „Pedellwiese“ draußen bei Rosenberg wurde nach der Säkularisation 1802 von Sebastian Wintersteiger erworben. Das darauf erbaute Haus erhielt die Hausnummer 94 (jetzt Erdinger Str. 17), seit 1856 ist die Pedellwiese auch als „Wintersteiger-Wies“ bekannt.
Um 1860 taucht dann noch ein Ludwig Wintersteiger auf, der das Anwesen von seiner Mutter erbte und sich mit einer Magdalena Huber, Mesmerstochter von Tading verehelichte.
 
 
(Quelle: Sattler Archiv Isen, Verfasser Rupert Fruth)
 
 
Krethäusl
 
Das Baumannanwesen, vielen Isenern als Krethäusl bekannt, ging vor Jahren in den Besitz von Tierarzt Dr. Maier über.
Dieses Haus wurde nach dem Kauf weggerissen und heute steht an dieser stelle ein Neubau. Damit verloren wir  das letzte nette alte Häuschen, das uns den Stil der Markthäuser des 17. Un d18. Jahrhunderts zeigte. Ein breites, ausladendes Dach, das einst mit Schindeln gedeckt war, darunter ein kleiner Speicherraum und ein niederes Erdgeschoß. Die Fenster waren kleine Gucköffnungen von denen aus man zur Straße schauen konnte. Das Alter des Krethäusls war mindestens zwei-, wahrscheinlich dreihundert Jahre. Es war fast ganz aus Holz gefügt und bei den Abbrucharbeiten konnten wir sehr schön die alte Verputzweise, die man bei den Holzbauten anwandte, betrachten. In die Balkenlagen wurden im Abstand von 15 bis 20 cm ganz kurze Holzkeile eingesetzt, die dem Lehmverput Halt und Stütze verliehen. Diese Arbeitsweise früherer Zeiten wurde in einigen Aufnahmen festgehalten, um auch den kommenden Generationen einige Bilder und Aufnahmen zeigen zu können.
 
 
(Quelle: Sattler Archiv Isen, Verfasser Rupert Fruth)
 


Sattler Archiv Isen