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Die Marktgemeinde Isen in Geschichtszahlen
 
Auswahl an geschichtlichen Ereignissen aus der Marktgemeinde Isen
 
 
 
 
 
211
 
Bis 217nennt der römische Kaiser Antonicus Caracalla in seiner Beschreibung über die Entfernung der römischen Stationen untereinander den Fluß Isen der zum Inn führt „Isenicus“
 
747
 
Erste schriftliche Erwähnung des Namens Isen. Die erste Urkunde von Isen bezeugt die Frühzeit des Klosters Isen. Hier steht geschrieben, das Bischof Josef von Freising die gekauften und erworbenen Güter zusammenfaßt und mit den Schenkungen des Fürsten Odilo an das Kloster Isen übergibt. Es handelt sich um insgesamt 17 Schenkungen mit zusammen 52 Hufen und 2 coloniae.
 
Übersetzung der lateinischen Urkunde:
 
Erwerbung des Bischofs Joseph und Schenkungen des Herzogs Odilo und anderer gläubiger Männer an die Kirche des heiligen Zeno in dem Ort der Isen genannt wird
 
Die ersten Anfänge des Klosters reichen mit Sicherheit weiter zurück. Das Kloster Isen, ein Zenokloster in Altbayern, heute fast vergessen und dem großen Verkehr entrückt, war es einst in seiner Frühzeit bedeutungsvoll und reich, ein Freisinger Eigenkloster. Die mächtige romanische Basilika St. Zeno, ein Zeitzeuge erinnert heute noch an die alte Größe.
 
Bischof Josef der stifter von St. Zeno und die Urkunde von 747
 
Bischof Josef hat sich im Interesse Freisings sehr verdient gemacht, vor allem als diligens oeconomus, zu deutsch als tüchtiger Wirtschaftsorganisator. Nach alter Tradition darf später das Kollegiatstift Isen den seligen Bischof preisen als Fundator huius ecclesiae, wie es Dekan Stark auf das noch vorhandene Grabmonument von 1473 meißeln ließ.
 
Umständlich erzählt Meichelbeck in seiner Freisinger Geschichte, wie Bischof Josef das Isener Kloster und die Kirche St. Zeno erbaute: In cujus honorem Ipse Monasterium in Isana erxerit, obwohl Meichelbeck sicher wußte, daß dies in den Urkunden nicht zum ausdruck kommt. Ebenso wenig hat Bischof Josef seine Bestattung in der St. Zeno Kirche selbst gewünscht.
 
 
 
748
 
Fürst Odilo stirbt am 18. Januar und sein Sohn Tassilo III. kommt mit 7 Jahren unter Vormundschaft seiner Mutter Hiltrud an die Regierung und wird Herzog von Bayern
 
750
 
Baubeginn des Stiftes Isen
 
752
 
Die weitälteste Urkunde von Isen bezeugt, daß der edle Kunibert von Paingas (Pang bei Rosenheim) die von seinem Vater geschenkten 10 Höfe mit 11 Familien an die Kirche zu Isen schenkt
 
758
 
Hahold schenkt seinen Besitz nebst Kirche zu Außer- und Innerbittlbach an die Kirche zu Isen. Bischof Josef war zufällig im Bethaus des Klosters St. Zeno am Isenfluß anwesend. Die Schenkung geschah am 25. Mai 758 in der St. Zeno Kirche am dortigen Marienaltar. Dort weihte Haholt auch seinen Sohn Arno der Freisinger Kirche.
 
758
 
Hatte der Sohn von Haholt, Arn aus Pittelbach den ersten Teil seiner Ausbildung im Kloster Isen. Arn wurde später Bischof von Salzburg
 
760
 
Überführung einer Reliquie des heiligen Zeno. Ein Teil der Gehirnschale des heiligen St. Zeno wurde von Freising nach Isen überführt. Aus diesem Anlaß wurde in Isen ein eigener Markt für Wallfahrer (den Kreuzleuten) genehmigt worden, der 3 Tage dauerte.
 
760
 
Das Stift St. Zeno wurde fertiggestellt
 
760
 
War Hzoaldhard Abt zu Isen. Er starb 799 an der Pest
 
764
 
Am 17. Januar stirbt Bischof Joseph, 3. Bischof von Freising und Förderer des Klosters und der Kirche in Isen
 
769
 
Bestätigte Kaiser Ludwig der Fromme den Besitzwechsel von Burgrain
 
769
 
Priester Willhelm schenkt seinen Besitz zu Innerpietlbach an die dem seligen Bischof geweihte Kirche St. Zeno am 18. Dezember 769
 
769
 
Priester Adalphert schenkt seinen Besitz zu Thaning nach Freising. Geschehen im öffentlichen Orte Isen am 21. April 769 (In loco publico quae vocatur Isana)
 
771
 
Uurmhart schenkt seinen Besitz an der Marienkirche zu Rott am Inn an die Kirche in Isen. 10.01.771 (Actum in villa Isana)
 
772
 
Ortlaib übergibt am 7. Oktober 772 eine Kirche zu Großhelfendorf an Isen (In villa Isna)
 
783
 
Toto teilt mit seinen Söhnen Unfreie und Land zu Holzen und Isen (teretorium ad Isana) unter Bischof Atto von Freising (783 – 811). Inn dieser Urkunde wird zum ersten mal von Weinbergen in Isen (vineae) geschrieben.
 
790
 
Job und Helmprich übergeben am 20. Juli 790 ihren Besitz zu Feldmoching an die St. Zeno Kirche in Isen (in villa qui dicitur Isna in ecclesia beati Zenonis)
 
792
 
Priester Aspert übergibt am 6. Februar seinen erebten Besitz in Isen nebst Bethaus und den Altären an den Dom der seligen Maria zu Freising.
 
799
 
War Cundheri Abt zu Isen, er starb 809
 
800
 
Haben Freaso und Erchanbald dem St. Zeno Stift ihre Besitzungen in Holzhausen geschenkt
 
803
 
Priester Adalfried erneuert eine Schenkung zu Pullach, geschehen zu Isen am 25. März 803 (In loco nunaepate Isana)
 
808
 
Diakon Rupo übergibt sein und seiner Mutter Besitz zu Hummel, Strogen und Isen an Freising. Dis geschah am 31. Mai 808 (ad Isana)
 
809
 
Freaso und Erchanpald schenken nun auch noch ihren Besitz zu Hinterholzhausen an die Kirche zu Isen, auf dem Altar des Märtyrers Zeno (ad altare sanctu Zenonis martyris)
 
811
 
Wird zum ersten mal das Kloster Isen auch als Kloster bezeichnet ( Monasterium)
 
811
 
Am 24. Mai fand ein Tauschgeschäft zwischen Bischof Atto und dem Edlen Rifuin statt.
 
Der Ort Burgrain wird in diesem Jahr zum ersten mal erwähnt, als der edle Rifuin mit dem Bischof Atto von Freising am 24. Mai einige Güter, unter anderem auch das Schloß Burgrain tauschte. (in alio loko qui dicitur Purgraini)
 
Diese Burg ist eine typische mittelalterliche Wehranlage mit einer ehemaligen Doppelvorburg, das heißt einem Torwerk und einer Vorburg. Möglicherweise war diese Burganlage eine Wallburg, da sie mit Sicherheit für die Siedler auf dem beherrschenden, von drei Seiten abfallenden Berg zur Verteidigung sehr günstig war.
 
Die sehr zahlreichen Erdwerkreste in unserer Gegend, wie z.B. bei Wasentegernbach, bei Lappach, Lengdorf und Loipfing, die Grabhügel bei Fahrenbach im Groß Haager Forst zeigen von starker keltischer Besiedlung. Ein weiterer Nachweis hierfür sind viele Ortsnamen, die mit …ing enden und heute noch an die Kelten erinnern. Die alte Straße von Isen nach Burgrain war im weiteren Verlauf eine alte Römerstraße die über Ebersberg nach Wartenberg und Erding ging. Mit Sicherheit haben auch die Römer diese Straße als Verbindungsstraße genützt und die Festung Burgrain war eine rihrer Kontrollpunkte. Daß den Römern unsere Gegend durchaus bekannt war, beweist eine im Fluß Isen gefundene römische Broncekanne und ein eingemauerter römischer Tonkrug, der sich über dem Hochaltar in der St. Zenokirche befindet und zwei weitere Tonkrüge aus Isen, die heute in Traunstein sind.
 
Ein weiterer Nachweis ist wohl der Namenspatron der Burgkapelle St. Georg, denn nach den St. Peter- und Paulskirchen sind die St. Georgskirchen die ältesten in Bayern.
 
813
 
Der Kreiker Ualdbert übergibt seinen Besitz zu Steinhart und Isen. Diese Schenkung geschah am 9. August 813 im Kloster namens Isen (factum est haec trdito ad monasterio nominato Isana)
 
815
 
Priester Unanik übergibt am 18. September im Kloster Isen die Kirche zu Strogen an Bischof Hitto zu Freising.
 
818
 
Diakon Sundaheri begibt sich zu seinen Lehen in Isen und Albaching (In locis Isana et Alpihha)
 
820
 
Die späteren Bischöfe von Vicenta Andreas und Franchho aus dem Isen- und Westerngau wurden im Isener Kloster ausgebildet
 
821
 
Der Priester Isanpert übergibt den Zins oder Gilt von seinen Besitzungen an der Sempt und an der Isen dem Kloster zu Isen (ipsum censum ad Isana)
 
821
 
Die Matrone Uuanpark übergibt mit dem Kleriker Uualfert ihren Besitz zu Oberstrogen der Kirche zu Isen, in diesem ehrwürdigen Orte, auf dem Altar des heiligen Zeno und allen dort verehrten Heiligen.
 
824
 
Am 21. Juni übergibt der Priester Egilfrid seinen Besitz am Würmsee (heute Starnberger See) an das Kloster Isen
 
825
 
Der Kleriker Pirthilo übergibt gegen ein Lehen seinen besitz zu Weiher und 4 Unfreie, zusammen mit seinen Verwandten übergibt er auch den Besitz in Lappach an das Kloster Isen (26. März 825)
 
825
 
Der Sudiakon Podulunk übergibt Land und Unfreie zu Burgrain an das Kloster Isen (27. März 825)
 
825
 
Iisi übergibt ebenfalls am 27. März seine Besitzungen in Buch am Buchrain, Wifling und Isen an das kloster st. Zeno in Isen (ad Isana monasterio sancti Zenonis)
 
825
 
Bischof Hitto läßt sich den Priester Salomon als Unfreien von St. Zeno in Isen zusprechen. Lappach, den 20. Februar 825 (ad servitium sancti zenonis ad monasterium Isana)
 
830
 
Wiederholte Übergabe der Kirche von Thonstetten bei Moosburg an die Kirche zu Isen
 
836
 
Der Priester Sindperth übergibt den Besitz zu Rimbach und kommt deshalb zu Bischof Erchanbert zum Kloster St. Zeno nach Isen
 
836
 
Kleriker Rihhart übergibt den Besitz zu Geislbach und Strogn an das Kloster Isen
 
859
 
Bischof Anno macht mit Einverständnis der Kanoniker einen Tausch in Isen, es werden Äcker zu Pittlbach und Isen getauscht. (cum consens et coniventia)
 
864
 
Bischof Anno tauscht gegen eine Hufe zu Isen eine andere zu Pietlbach (in loco qui dicitur Ysana)
 
870
 
Isanold und seine Verwandten übergeben ihre Hufe zu Mittbach gegen ein Lehen zu Kronacker an die Kirche zu Isen, auf den Altar des heiligen Zeno, wo der Leib der heiligen Juliana ruht.
 
Diese Urkunde vom 9. Dezember ist gleichzeitig die erste urkundliche Erwähnung von Mittbach. In der Urkunde steht: Isanold und seine Gattin Sahsin und ihre Söhne Amal und Pernharius „hobam i ad Mitapah“ schenken dem Stift und de rKirche Isen das Lehen zu Kronacker.
 
890
 
Arnulphus, ein geldgieriger Fürst nimmt durch eine Säkularisation dem Stift Isen alle seine Besitzungen weg.
 
899
 
Wird zum ersten mal der Isengau genannt (In pago Isanahcouui)
 
926
 
Bischof Wolfram von Freising vertauscht verschiedenes gegen eine Kolonie und eine Magd zu Isen
 
955
 
Sind die Hunnen in Isen eingefallen und haben alles dem Erdboden gleichgemacht
 
957
 
Bischof Abraham von Freising und Bischof Michael von Regensburg vertauschen Unfreie vom Orte Isen gebürtig, gegen solche von Helfendorf.
 
977
 
Bischof Abraham tauscht mit dme unfreien Priester Hadarich eine Hufe zu Innerbietelbach gegen das gleiche Maß in Isen (eidem presbytero in loco Isana…)
 
981
 
Bischof tauscht mit Adollioz einen im Dienst der St. Zeno Kirche stehenden Unfreien gegen einen anderen aus Metubach (Mittbach?) (ad servitium sancti Zenonis … existendum)
 
1006
 
Gundhart tauscht mit Pernhart, einem Unfreien der Kirche St. Zeno für 4 Morgen Gelände zu Obergern
 
1025
 
Tauschvertrag zwischen Kunigunde der Witwe Kaiser Heinrichs II. und Bischof Egilbert von Freising. Der gesamte Besitz der oberen Isen, Burgrain und Dorfen, die als Fiskalgüter ( = Güter, die im staatlichen Besitz sind) bekannt sind, sowie Tegernbach gehen zur vollen Nutzung an die verwittibte Kaiserin Kunigunde
 
Die Kaiserin bewohnte nun das Kloster Isen, ihr Unterhalt waren die Lehenseinnahmen der Herrschaft Burgrain
 
1053
 
Bischof Ellenhart tauscht für Isen mit dem Erzdiakon Hannidio Besitz in Buch und Oberstrogn gegen ein Gut.
 
1078
 
Von 1078 bis 1085 gab es in Isen einen Advokaten, den „Isenrich advocados de Isana“
 
1116
 
Bischof Egilbertus von Freising bestätigt dem Dekan Baptist vom Stift Isen, der Pfarrei Permaningen (Pemmering) das „ius praecurtandi“ (=vorheriges Recht), nach diesen bestätigten Pfarrrechten hat Pemmering bereits vor 1116 existiert, da dies nichts anders bedeutet, als daß die Rechte bereits vorher vorhanden waren.
 
1129
 
Bewohnen Augustiner mit Probst Hahold das Kloster Isen
 
1138
 
1138 bis 1147 herrschte Rupert von Burgrain auf der Burg zu Burgrain
 
1147
 
1147 bis 1156 herrschen Otto und Heinrich de Burkrain auf der Burg in Burgrain
 
1180
 
1180 bis 1210 war ein Probst Ulrich in Isen, Er baute um 1200 die Kirche St. Zeno um
 
1190
 
Otto Chopf de Burckhrain herrschte auf der Burg in Burgrain
 
1220
 
Bis 1230 befand sich das Schloß Burgrain in dne Händen des Bischofs Gerold
 
1226
 
Seit dieser Zeit ist ein Scherge von Schergenhube bekannt „perco de schergenhvobe“
 
Am 25. Mai wir in einer Urkunde „Snupingen“ (Schnaupping) zum ersten Mal erwähnt.
 
1227
 
Werden die ersten Freisinger Amtsleute in Burgrain erwähnt (capitanieus Burggravius seu index noster in Burcuirani“
 
Im gleichen Jahr spricht der Bischof von seinem Richter in Burgrain „judex noster“
 
1228
 
Am 14. März hat Bischof Geroldus dem Stift Isen seinen Schutz und den 3. Teil seines Zehenten zugesagt.
 
Am 16. Februar verlieh der Bischof dem Kollegiatstift einen Vikar
 
1230
 
Ist von einem Nachkommen des Perman oder Parman zu lesen. Pemmering wird „die von Permaningen“ genannt.
 
1233
 
Erhielt Bischof Konrad I. das verliehene Schloß Burgrain von Landshut wieder zurück.
 
1266
 
Streit um die Burghut zwischen dem Pfleger und den bischöflichen Ministeralien um die Zuständigkeit des Verwaltungsmittelpunktes und dem militärischen Schwerpunkt.
 
1267
 
Liest man von einer „Kastnerwiese“ in Burgrain, also gab es zu dieser Zeit auch Kastner in Burgrain.
Kastner, oder auch Kästner, ist eine historische Berufsbezeichnung. Ein Kastner wurde im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit für einen Amtsbezirk bestellt, wo er mit der Aufsicht und Verwaltung des herrschaftlichenKammerguts beauftragt war, insbesondere hinsichtlich des Kastens, also des Speichers, wo die Naturalabgaben der Untertanen zusammenflossen. Die Berufsbezeichnung des Kastners als Inhaber des
Kastenamts ist vom 13. Jahrhundert bis ins 18. Jahrhundert nachweisbar.
 
1268
 
War „Fridericus scholasticus“ der Schullehrer in Isen
 
1278
 
Der Bischof von Freising gibt dem Stift Isen zwei Höfe als Entschädigung für zugefügte Schäden. „a nostris purckgraviis seu casrellanis in purckrain“
 
Desweiteren verfügt Konrad II. daß die Burggrafen von Burgrain keinerlei weltliche Gerichtsbarkeit gegenüber dem Stift Isen haben und gewährt reichliche Entschädigung für die von den Burggrafen den Kanonikern zugefügten Schäden.
 
1280
 
War ein „Herman“ einer der ersten „Schuelmeister“ in Isen.
 
1283
 
Verzeichnis einer militärischen Besatzung auf Schloß Burgrain: „Castrum Burgkrainense tuebatur quidam Burggravius cum 12 excubitoribus, balistario uno, uno janitore, et aliis quibusdam.“ Bischof Enicho, Graf von Wittelsbach schreibt dazu im Burgverzeichnis: Auf der Burg befanden sich ein Burggraf, 8 Wächter, ein Ballesterverständiger, ein Torwart und ein Türmer.
 
1284
 
Am 8. Oktober unterschreibt der Wittelsbacher Bischof Emicho den Vertrag, der das frei gewordene Lehen der ausgestorbenen Grafen von Moosburg an den Herzog Heinrich überträgt.
 
Bischof Emicho soll übrigens der erste Freisinger Bischof gewesen sein, der den Mohr in seinem Wappen führte.
 
Ebenfalls 1284 wurde ein Urbar (ein Besitzrechtsverzeichnis) der Herrschaft Burgrain angelegt in dem alle Abgabenin Naturalien jedes einzelnen Urbarbauern aufgeführt sind. Dies erforderte eine zentrale Sammelstelle, ein Kastenamt. (Kastenamt war die Verwaltung der Besitztümer von Kirche und Landesherrn, besonders der Abgaben von Naturalien)
 
1305
 
Dem Markt Isen ist ein eigenes Getreidemaß bezeugt.
 
1308
 
König Albrecht wurde unweit seiner Stammburg Windisch ermordet, zu dieser Zeit wird erwähnt, daß es in Burgrain bereits ein Gericht gab
 
1312
 
Hat Bischof Johannes selbst einen feierlichen Gottesdienst in der Isener Stiftskirche st. Zeno gehalten und dem Stiftsdechant und all seinen Bediensteten ihre alten Privilegien bestätigt.
 
1315
 
Hermann der Tanner wird als Burgrainer Richter genannt
 
1316
 
Ist Ulrich de Pucher Burggraf in Burgrain, wie es damals hieß „Purgchgraf tze Purgkrian“
 
1317
 
Sigfrid III. regierte Haag von 1276 bis 1317. Er war eine stolze wehrhafte Figur. Wenn er sein Recht nicht bekam, griff er zum Schwert. Das beweisen seine vielen Fehden und vor allem die Art seiner Kriegsführung. Um 1280 führte er Krieg gegen das Bistum Salzburg, um dessen Einfluss im Haager Land zu beenden. 1304 erwarb er die Herrschaft Hohenburg am Inn. Um 1317 führte er eine blutige Fehde gegen das Bistum Freising, die sein Sohn Sigfrid IV. mit lockerer Hand am Schwertknauf fortsetzte, wobei er die Burgen Kranzberg und Burgrain stürmte und die widerspenstige Besatzung zum Teil massakrieren ließ.
 
1318
 
Kommt es zwischen dem Bischof von Freising und den Frauenbergern auf Haag wegen Burgrain zu einem Gerichtsstreit
 
1327
 
Am 6. November hat Bischof Conradus dem Stift Isen, den Chorherren und seinen Bediensteten gegen den Willen der Beamten auf Schloß Burgrain das Wohnrecht bestätigt.
 
1343
 
Ist ein Hanns Mischlrieder Pfleger auf Schloß Burgrain
 
1354
 
Hat der Bischof dem Stift Isen zur Konservierung des Chorstiftes einen Teil seines Zehenten übertragen
 
1356
 
Wir Jordan der Prämer wieder als Burggraf von Burgrain bezeichnet
 
Im gleichen Jahr übergab Bischof Albert II. die Pfarrei Schwindach dem Kollegiatstift Isen
 
1358
 
Übergab Bischof Albert II. die Pfarrei Walpertskirchen dem Stift Isen
 
1361
 
Am 24. Juni wird ein anderer Ulrich de Pucher wieder als Pfleger auf Burgrain genannt.
 
1381
 
Am 8. September ist die Burg Burgrain in der Hand von Wilhelm von Massenhausen, Marschall in Bayern und Pfleger von Freising und Burgrain. Er hielt die Feste und den Kasten für 1.518 Gulden und noch einmal 800 Gulden als Pfand. Die Festung wurde aber bereits am 6. Dezember dieses Jahres wieder augelöst.
 
1382
 
Am 15. August wurde die Feste Burgrain samt den Bewohnern, den Gütern und Ehaftgerichten von den Herzögen Stephan, Friedrich und Johannes von Bayern an Kristan den Fraunberger zu Haag um 4.000 böhmische Gulden verpfändet.
 
1400
 
Errichtung der Vorhalle des St. Zeno-Münsters
 
1410
 
werden die Isener zum ersten Mal "Bürger" genannt "Purger ze isen"
 
1414
 
Wird ein Johannes Grünwalder Probst in Isen
 
1415
 
Vermacht ein Isener Chorherr dem Stift St. Zeno ein Gilt aus einem Gut in Oberndorf bei Haag. Gesiegelt wurde die Urkunde von Silvester Tütinger, Pfleger und Richter zu Burgrain
 
1421
 
Kaufte Bischof Hermann das verpfändete Burgrain von Georg von Fraunberg zurück. Es kam jahrelang zu Streitigkeiten zwischen den beiden Vertragspartnern.
 
1423
 
Am 7. März überträgt das Domkapitel in Freising dem Matheus von Kamer das Schloß, die Feste, die Herrschaft Burgrain samt dem Gericht, den Leuten und Gut mit allem Zubehör. Dieser soll Burgrain treulich innehaben und behüten, die Leute bei ihren Freiheiten, Ehren, Rechten und guten Gewohnheiten zu lassen, sie nach außen hin zu beschirmen. Dafür bekommt er 80 Pfund Pfennige zugesprochen.
 
1424
 
Am 3. Februar empfängt ein Ott Piencznawer die Herrschaft Burgrain als Pfleger, auch er erhält 80 Pfund Pfennige als Entlohnung
 
Im gleichen Jahr, am 16. Januar beginnt ein Schiedsrichter den jahrelangen sTreit zwischen der Grafschaft Haag und der Herrschaft Burgrain zu schlichten.
 
1426
 
Wieder einmal wird Burgrain verpfändet, diesmal von Herzog Heinrich von Landshut. Er verpfändet die Burg ausgerechnet an einen Fraunberger, nämlich Lukas Fraunberger von Haag.
 
1430
 
Ist Thomas Preisinger Pfleger und Kastner zu Burgrain.
 
1430
 
Brannte das Chorstift und die Stiftskirche mit der gesamten Einrichtung vollständig nieder.
 
1431
 
Ist zum ersten mal die Rede von einer „Isener Schranne“.
 
1433
 
Liest man zum ersten mal vom Markt Isen. „zw ysen in dem marckht“
 
1434
 
Ein wichtiges Jahr für Isen, werden doch in diesem Jahr von Kaiser Sigismund dem Beischof Nikodemus die täglichen Marktrechte für Isen bestätigt.
 
Desweiteren verfügt der Kaiser daß Bischof Nicodemus Vogt ist und über die Freisinger Güter und Menschen verfügen kann, wozu auch die Burgrainer zählen, deren Pfleger er damit wird.
 
Kopien der Isener Privilegien wurden dem Bistum Salzburg und dem Bistum Augsburg übergeben um damit dem Isener Stiftskapitel die Ruhe und Sicherheit gegenüber der Herrschaftsverwaltung Freising zu gewährleisten.
 
Für das Concil in Basel wurden am 3. Mai einige Isener Chorherren als Zeugen geladen, was wiederum die Wichtigkeit des Isener Stiftskapitels herausstellt.
 
1445
 
Hat der Pfleger von Burgrain dem Bischof von Freising die ungeheure Summe von 5.200 Gulden zu bezahlen
 
1450
 
Übergab Bischof Johann III. Grünwalder die Pfarrei Burgrain (später Pfarrei Mittbach) an das Kollegiatstift Isen
 
1452
 
Führt der Pfleger von Schloß Burgrain den schönen Titel „Verweser des Schloßes“. Zu seinem Austrag erhält er die Kastenwiese die er zur Wiesmahd verwenden darf, dafür bekommt er als Bezahlug nun nur noch 50 Pfund Pfennige.
 
Der Verweser hat dem Bischof zu garantieren, daß jederzeit 4 Pferde, ein Torwart und 2 Wächter dienstgewärtig zu sind.
 
1455
 
Sitzt der bischöfliche Pfleger Friedrich von Preising in Isen zu Gericht. Die Verhandlungen werden öffentlich auf der Isener Schranne abgehalten.
 
1457
 
Hat ein Wolfgang Langbert zu Staudeneck den burgrainischen Amtmann erschlagen. Langbert droht noch im Burgrainer festen Turm, in dem er gefangen gehalten wurde, er lasse auch noch den gesamten Freisinger Klerus ermorden und alles anzünden.
 
1458
 
Am 28. November beauftragte Pabst Pius II. den Ebersberger Abt Eckhart nach genauer Prüfung die Vereinigung der Pfarrei Burgrain mit dem Stift Isen zu veranlassen.
 
Sixtus von Tannenberg, Bischof zu Freising wird Probst in Isen. Tannenberg veranlaßte während seiner Amtszeit tiefgreifende Reformen auf Diözesansynoden und dem Klerus im Bistum
 
1473
 
Christoph Stark ist Dekan des Kollegiatstiftes Isen. Lt. Den Aufzeichnungen des Custos der königlichen Staatsbibliothek Föhringer, läßt dieser die Gebeine von Bischof Joseph in diesem Jahr umbetten und mit einer neuen Grabplatte versehen.
 
1474
 
Ist ein Hans Nanshammer Richter in Isen
 
1476
 
Die St. Zeno Büste wurde von Ladislaus de Achdorf für das St. Zeno Münster gestiftet.
 

Büste St. Zeno, jetzt Bayr. Nationalmuseum
 
1478
 
Ist der Isener Gerichtsbezirk durch ein Falltor vom Burgrainer Gericht getrennt
 
1487
 
Unter dem 23. April wird zum ersten mal ein Bürgermeister für Isen genannt
 
1490
 
Als die Kirche mit Glockenturm, die Stühle der Kanoniker und die Verzierungen verbrannten, gab Bischof Sixtus II. Tannberger dem Probst Ridler und dem Dekan Valentin Kalbsor 300 Gulden von der Kapelle zum hl. Sankt Wolfgang aus der Pfarrei Schwindach.
 
1497
 
Wird vom Stift Isen der im Eigenbesitz befindliche Hof zu Hofreit an die Vogtei Burgrain als Leibgeding übergeben.
 
1513
 
Der gotische Vorbau des St. Zenomünsters, ein Netzgewölbe mit Wappen als Schlußstein wird erbaut.
 
1517
 
Wird ein Gabriel Riedler Probst in Isen. Riedler stammte aus Augsburg und studierte in Ingolstadt und Freiburg. Er war Lektor am Reichskammergericht und Berater Herzog Wilhelms IV.
 
1521
 
Unter dme Datumm vom 28. Februar liest man vom Kammerer und Rat des Marktes Isen. Der Rat bestand damals aus 6 Leuten
 
1531
 
Im Mai wurden die Grenzen der Herrschaft Burgrain überprüft und eine genaue Aufzeichnung der Grenzsteine erstellt.
 
1532
 
Ist ein Ulrich Ebron Pfleger, Kastne rund Richter der Herrschaft Burgrain.
 
1537
 
Bischof Philipp bestimmt für die Handwerkerzünfte der Bäcker, Fleischhauer und Fragner die Rechte im Markt Isen
 
1540
 
Liest man in einer Urkunde, der Pfarrsitz ist in Mittbach und als Pfarrherr ist ein Kanonikus Friedrich bezeugt. Der Pfarrsitz war vorher in Burgrain. Als Filialkirchen sind „Krainackher mit 3 Altar“ und „Pirenmosen mit 2 Altar und 450 Kommunikanten“ beschrieben.
 
1548
 
Am 19. Juni wurde den Isenern Bürgern aufgrund der Marktrechte ein kaiserlicher Wappenbrief verliehen. Kaiser Karl V. empfing in Regensburg eine Abordnung aus dem Markt Isen, die um ihre alten Rechte gebeten hatten. Der Kaiser erhörte die Bitte und bestätigte dem Markt Isen im Stift Freisinggelegen durch seine Hofkanzlei in Augsburg mit einem Wappenbrief die Rechte und Freiheiten, die bereits Kaiser Sigismund mit 1 Jahrmarkt und 1 Wochenmarkt gewährt hatte.
 
Die gekrönte Meerjungfrau, eine recht seltene Figur, wurde wohl deshalb als Wappensymbol gewählt, weil der Ort nach dem Flüsschen Isen benannt ist und in der Renaissance, der Zeit der Wappenverleihung, die Natur nach antikem Vorbild gern mit Fabelwesen besetzt wurde. Isen war der Hauptort der ehemaligen Herrschaft Burgrain des Hochstifts Freising. Anlässlich der Bestätigung des Jahrmarktprivilegs von 1438 verlieh Kaiser Karl V. dem Markt 1548 das Wappen. Siegel mit dem Wappen sind seit 1554 bekannt. In der im Original erhaltenen Urkunde wird die Sagengestalt als Sirene bezeichnet und ihre Kleidung genau beschrieben. Hupp bezeichnet die Figur als "Melusine (Seejungfer)" und stellt sie unbekleidet dar. Hans Bauer weist darauf hin, dass es sich bei der Figur um eine Wasser- und Flussgöttin aus keltischer Zeit handeln könnte, deren Name phonetisch mit dem Fluss- und Ortsnamen Isen, abgeleitet vom keltischen "is(k)a", identisch war und für die nicht schriftkundige Bevölkerung ein unverwechselbares, redendes Bild für die wohl schon in vorrömischer Zeit existente Siedlung Isen ergab. Die Brücke der Überlieferung von den Kelten bis zum ersten Wappennachweis im 16. Jahrhundert kann jedoch quellenmäßig nicht abgesichert werden. Die farbigen Wiedergaben folgten bis zum 19. Jahrhundert den Vorgaben des Wappenbriefes. Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde der Markt durch Zusammenlegung mit den Gemeinden Westach, Schnaupping (1971) und Mittbach (1978) neu gebildet, wodurch das bisherige Wappen gegenstandslos wurde. In einem neuen Verfahren wurde das historische Wappen von Isen 1983 unverändert wieder angenommen.
 
1550
 
Schreibt Apian in seiner Topographia Bavariaea unter Herzog V., der See unter der Burg Burgrain werde von den Isenquellen gespeist.
 
1555
 
Beklagen sich Kammerer und Rat dem Bischof gegenüber, daß sie zwar jetzt „Bürger“ genannt werden, aber „wenig bürgerliche freyheit“ haben und dennoch Weg und Steg machen und Wacht und Steuer leisten müßten.
 
1566
 
Der erste Gerichtsschreiber wird genannt, der zur leibhaftigen Obrigkeit wurde. Er verlegte seinen Amtssitz später in den Markt Isen, da der Pfleger die Residenzpflicht abstreifte und andere Ämter in sich vereinigte.
 
1571
 
Bischof Ernst von Freising verleiht den Schuhmachern in Isen und Burgrain ihre Zunftartikel (Archiv Markt Isen)
 
1574
 
Vermarkung der Grenzsteine zwischen der Herrschaft Burgrain und der Grafschaft Haag. Genaue Beschreibung der Grenzsteine.
 
1594
 
Das Domkapitel streckt dem Bischof 15.800 Gulden vor, für seine und des Stifts finanzielle Notlage. Dafür erhält das Domkapitel alle Urbars- und Kastengefälle der Herrschaft Burgrain samt der niederen Gerichtsbarkeit.
 
Die höhere Gerichtsbarkeit sowie die Jagd- und Fischereirechte blieben beim Bischof. Der Grund für diese Verpfändung waren die sehr hohen Abgaben an das Reich, wodurch der Bischof ganz besonders litt.
 
1598
 
Bischof Ernst von Freising hat am 20. April eine Handwerksordnung für die Zunft der Schneider in Isen und Burgrain erlassen. (Gemeindearchiv Isen)
 
1600
 
Herzog Max läßt die Orte Isen und Burgrain berichten, warum sie seit über 40 Jahren keine Malefizpersonen mehr verurteilt haben. Der Pfleger von Ering bestätigte dies 1601 und schrieb, daß die Isener nur die Kosten der Auslieferung sparen wollen.
 
Die zu Rute und Schwert verurteilten müssen in Isen gerichtet werden, während die zum Strang verurteilten an den Grenzen der Burgrainer Herrschaft den Erdinger Amtsleuten übergeben werden mußten, die auf Kosten des Marktes oder der Herrschaft Burgrain in Galgenmailing von den Erdingern gerichtet wurden.
 
1607
 
Wurde die Schuld von 1594 über 15.800 Gulden an den Biischof und das Stift wieder eingelöst
 
1616
 
Zu dieser Zeit wird der letzte Burgrainer Richter erwähnt
 
Der Erdinger Pfleger bestätigt, daß trotz gründlicher Nachforschung in Erding kein Mensch mehr lebe, der sich je an eine Auslieferung einer Malefizperson aus Isen erinnern könne.
 
1620
 
Kauft Bischof Vitus Adamus Güter von den Staudingern, den Pfettnern, den Götzengrien und den Schussiern und vertauschte diese gegen andere Güter in burgrain um sich von den unbequemen Herren zu befreien.
 
1626
 
Gibt es in Burgrain kein Kastenamt mehr und der Pfleger und der Gerichtsschreiber führen nun bis zur Säkularisation die Verwaltung der Herrschaft Burgrain.
 
Ein Lehensbrief wird aufgrund einer testamentarischen Bestimmung des Freiherrn Johann Siegmund von Preysing erstellt (Archiv Gemeinde Isen)
 
1630
 
Bestätigte Kaiser Ferdinand den Isenern die Rechte, die sie 1438 von Kaiser Sigismund erhalten hatten. Da aber die Isener ohne die Erlaubnis des Bischofs Veit Adam eingeholt zu haben nach Regensburg zum Kaiser gefahren waren, wurde der gesamte Rat samt Kämmerer durch gehorsamere Bürger ersetzt.
 
Schwedenkrieger raubten alles kostbare aus den Isener Kirchen und Häusern.
 
1631
 
Der Markt Isen wurde zum Dorf degradiert und mußte 23 Jahre als Dorfschaft überstehen
 
1632
 
Überfielen versprengte bayerische und schwäbische Horden den Markt Isen und das Schloß Burgrain und nahmen den Kirchen und den Menschen alles, was die Schweden beim ersten Überfall übrig gelassen hatten weg. Sie brannten in Isen 24 Häuser nieder und in Burgrain wurde einem Bauern der Kopf abgeschlagen.
 
1633
 
Burgrain wird noch einmal von den Schwedischen Truppen geplündert
 
1634
 
Die Pest wütet schrecklich in Burgrain und Isen
 
1635
 
Steht Isen unter dem Verwalter Christian Itt, Pflegsverwalter von Burgrain
 
1638
 
In der Zeit des 30jährigen Krieges brannte der ganze Obermarkt mit 47 Häusern bis auf die Grundmauern nieder. Auch das Stift, die Kirchen und sämtliche alten Schriften verbrannten. Der Gerichtsschreiber Itt konnte nur sein blankes Leben retten.
 
Bischof Veit Adam von Freising erläßt Zunftartikel für die Leinweber und Schleierweberinnen im Markt Isen und der Herrschaft Burgrain (Archiv Markt Isen)
 
1639
 
Feuer im Schloß Burgrain
 
1640
 
Der Kupferstecher Merian zeichnet den Markt Isen
 
1641
 
Den Burgrainern wird nun ein eigenes Getreidemaß bestätigt. Es gelten aber auch weiterhin das Isener und das Münchner Getreidemaß
 
1648
 
Schwedische und französische Truppen plündern erneut das Burgrainer Land. Angeblich sollen die Feinde im Turm einen vergrabenen Goldschatz gefunden haben
 
1653
 
Das Dorf Isen bekommt nun seine Marktprivilegien vom Fürstbischof Albert Sigismund, Herzog von Bayern zurück und bestätigte umgehend wieder einen Magistrat im Ort. Isen darf sich wieder Markt nennen.
 
 
 
1660
 
Wurde das hiesige Gotteshaus St. Zeno mit vielen Verzierungen wieder errichtet. Dies wurde aufgrund des großen Marktbrandes von 1638 nötig.
 
1699
 
Wird das St. Zeno Münster barock ausgestattet.
 
1700
 
Wurde ein Bund der Marianischen Liebesversammlungen gegründet.
 
1701
 
Der Kupferstecher Wenning zeichnet den Markt Isen und den Herrschaftssitz Burgrain
 
1718
 
Die Streitigkeiten um die Halsgerichtsbarkeit werden am 31. Mai beigelegt. In diesem Schreiben heißt es, daß die zum Tode verurteilten Verbrecher, sei es durch den Strang, das Schwert oder auf andere Weise nun in der Herrschaft Burgrain hingerichtet werden müssen. Zu diesem Zweck soll in Burgrain ein Galgen errichtet werden. Der Galgen wurde aber dann in Isen auf dem Ziegelberg errichtet, wo schon von alters her einer gestanden hatte. Der nächste Galgen stand im damaligen Ausland, in Galgenmailing. Das Grundstück in Galgenmailing gehörte damals zum Kloster Seligenthal bei Landshut, daß 1233 gegründet wurde. Es heißt, daß der Galgen in Galgenmailing älter war als die Herrschaft Burgrain.
 
1724
 
Das Isener Rathaus wird aus dem Erlös des Bierpfennigs renoviert und der Dachstuhl erneuert.
 
1730
 
Eine im Gemeindearchiv Isen vorhandene Urkunde zeugt von der Ernennung des Veit Hintermaier zum Marktschreiber
 
1739
 
Statistische Beschreibung des Marktes Isen. Zu dieser Zeit hatte der Markt 135 Anwesen
 
1755
 
Streit zwischen dem Freisinger Bischof und Kurfürst Max Josef, ob Isen ein sog. „Immediat“ ist, also unmitelbar dem Fürsten untersteht, oder ob es nur bloße Hofmarken sind. Der Markt Isen war aber gar nicht in den Landesmatrikeln aufgeführt, so daß der Bischof erreichen konnte, daß Isen auch weiterhin zum Hochstift Freising gehört.
 
1776
 
Wieder ein Brand in Isen, diesmal traf es die ursprüngliche gotische Kirche St. Margaretha, sowie den Pfarrhof. Beide Gebäude brannten bis auf die Grundmauern nieder. Wiederum verbrannten sämtliche wertvollen Urkunden und Schriften.
 
1784
 
Bestätigung der erzbischöflich priviligierten Feuerschützengesellschaft St. Nepomuk in Isen durch den Freisinger Bischof am 25. Januar 1784
 
Bereits vor der Gründung der Feuerschützengesellschaft St. Nepomuk bestand in Isen eine Schützengesellschaft. Es war dies die Gesellschaft der Püchsen (Büchsen). Wann sie gegründet wurde ist leider nicht bekannt, man vermutet jedoch zwischen 1500 und 1600. Sie war eine private Schützengesellschaft und hatte keine landesfürstliche Anerkennung
 
1795
 
Der Hofwirt und Kammerer Lechner läßt am 27. Februar verkünden, er lasse alle Bürger einsperren, die sich weiterhin in Obrigkeitsangelegenheiten nach Burgrain wenden. Die Isener seien ab sofort dem Kaiser unterstellt. Er versprach den Bürgern, sich in dieser Angelegenheit nach Regensburg an den Hof zu wenden.
 
Lechner befahl in revolutionärer Anwandlung den Stationierungstruppen in Isen das Rathaus umzubauen. Der hölzerne Teil des Rathauses wurde daraufhin mit Ziegeln neu erbaut und konnte, um dem ganzen anschließend eine Begründung zu geben nun als Lazarett benutzt werden.
 
1798
 
5 Bürgerrechtsverleihungen durch Bischof Josef Konrad von Freising (Gemeindearchiv Isen)
 
1800
 
Unweit von Isen tobte die Schlacht von Hohenlinden. Isen war abwechselnd von bayrisch/österreichisch und französischen Truppen besetzt.
 
Die Schlacht von Hohenlinden, im 2. Kriege, welchen Österreich mit Frankreich begonnen hatte und in welchem Max IV. Josef an seiner Seite kämpfte. Die Herrschaft Burgrain hatte im ausgehenden Jahrhundert die Russen in großer Masse, aber friedlich durch das Isental nach der Heimat marschieren sehen. Die Russen verhielten sich sehr anständig und bezahlten nachträglich den vom Markte Isen gelieferten Proviant. Nun sollte man auch den Feind, die Franzosen, kennen lernen. Am 17. Juli rückte in Isen vorher angemeldet eine Eskadron vom 17. französ. Dragonerregiment ein; eine 2. Eskadron erschien
 
plötzlich unangemeldet und besetzte Isen, Penzing und Außerpietelbach, eine 3. belegte Kotlehen, Westach, Rosenberg und Bachleiten; alles wurde weggenommen, was den Soldaten brauchbar schien. Die Bauern und Bürger, der letzte burgrainische Gerichtsschreiber Gaßner, der Hofwirt und das Stift Isen hatten viele Drangsale auszustehen. Am Mittag des 29. November wurde das Schloß Burgrain von französischer Kavallerie und Infanterie überfallen und geplündert. Vor allem hatte man es auf die Bräuerei abgesehen: 19
 
Halbfässer Weißbier und eine ganze Sud braunes Schenkbier wurden samt den Zubern und Kübeln zu einem Zechgelage in den Wald geschleppt.
 
Die österreichische Division unter Graf Baillet de la Tour rückte auf Befehl Erzherzogs Johann durch Isen vor. Als ob alles im schönsten Frieden wäre, marschierte die österr. Armee in den Wald, ihremVerhängnis entgegen, an dem unglückseligen 3. Dezember 1800, welcher 12000 Mann an Toten, Verwundeten und Gefangenen und 80 Geschütze kostete. Baillet und Fürst Karl Schwarzenberg nahmen mit geringen Verlusten ihren Rückweg über Isen. Noch in der Nacht wurde Isen mit dem französ. Hauptquartier beglückt. Eine Truppe Franzosen feierte am 4. Dezember den Sieg, indem sie den restigen burgrainischen Biervorrat, 16 Halbfässer Weißbier und 24 Eimer Braunbier vertranken auf das Wohl der Republik. Am 5. und 6. Dezember sprengte General d'Espagne die herrschaftlichen Getreidekästen und nahm alle Vorräte an Haber, Gerstenmalz, Heu u.s.w. in Beschlag. Die Zechgelage der französischen Offiziere in Isen und ihr brutales Vorgehen gegen die Bürger bedeuten wahrlich kein Ruhmesblatt in ihrer Kriegsgeschichte. Gaßner berechnete den Schaden an den herrschaftlichen Gebäuden auf 2865 Gulden., den Gesamtschaden auf 4416 Gulden
 
 
 
Aus dem Sterbebuch der Pfarrei Isen von 1762—1811 seien folgende Daten angeführt:
 
 
 
13. August 1800. „Ein wackerer französischer Soldat (strenuus Claudius Greiner, miles Francus, equitum dictorum Chasseur) von 20 Jahren, geboren bei Neuchatel, wurde von einem Genossenerschossen, wie erzählt wird, Gott anrufend, aber nicht mehr nach den Sakramenten verlangend,und in halbem Kondukt in unserm Friedhof begraben".
 
11. Sept. „Um diese Zeit war die benachbarte Gegend von kaiserlichen und französischen Truppen besetzt, so daß es nicht gestattet war, die hl. Wegzehrung zu einem Kranken zu bringen und den Leichnam eines Verstorbenen auf geradem Wege zur Kirche zu schaffen".
 
5. Dez. „Nahe bei unserm Gottesacker sind begraben worden vier Soldaten der Verbündeten (milites coharei), nachdem sie im Treffen (in praelio am Purchrhain commisso) Wunden empfangen,gestorben ohne Sakramentsempfang; einer ist begraben in Steinspoint, mehrere im Walde gegenPuch und Puhrhain, wo Tote gefunden wurden, deren Vaterland und Namen unbekannt sind".
 
11. Dezember. „Ohne Sakramente starb in Burgrhain an einer im dortigen 3. Gefechte (in proelio tertio) empfangenen tödtlichen Wunde der Bayer Jakobus Zinbauer, (strenous legionis Bavariae miles), Sohn des Chirurgen am Steg prope (= bei) Buepach, und wurde am andern Tag auf christlicheWeise begraben".
 
29. Dezember. „An einer durch einen französischen Soldaten erhaltenen Wunde starb Maria Braunin, vulgo Schnurrerin".
 
 
 
(Aus Ludwig Heilmaier Die ehemalige freisingische Herrschaft Burgrain 1911)
 
 
 
1802
 
Am 26. November wurde das Hochstift Freising und damit die Herrschaft Burgrain aufgelöst. Bis zur Gründung des Landgerichtes Erding war eine Landesdirektion für Isen zuständig.
 
1803
 
Im Beisein des Grafen Hugo von Löhrbach und Dechant Andreas Göttner wurde das Kollegiatstift Isen aufgelöst, es bestand noch aus 9 Kanonikern.
 
1806
 
König Ludwig bestätigt die Privilegien der kleinen Märkte Altbayerns, darunter auch der Markt Isen. Die Marktrechte seien für die Orte wichtig, da sonst die Märkte zu Dörfern herabsinken würden und es gegenüber ihrer umliegenden Gegend zu Nachteilen käme.
 
1808
 
Nach der Landvermessung kamen Isen, Mittbach, Schnaupping und Westach sowie die Herrschaft Burgrain zum Landgericht Erding. Es entstanden die politischen Gemeinden.
 
1822
 
Schulhausbau in Isen
 
1839
 
Die Gemeinde Mittbach baut ihr erstes Schulhaus
 
1842
 
Gründung einer „Marianischen Männerkongregation“ in Isen
 
1847
 
Die erste Isener Gendarmeriestation wird eingerichtet
 
1849
 
Am 22. Juli dieses Jahres wurde am heutigen Bräuanger ein Scheibenschießen durchgeführt. Dies veranlasste das königliche Landgericht in Haag zu einer polizeilichen Untersuchung wegen unerlaubten Schießens. Erst ein Schreiben des Isener Marktvorstandes Reitmaier an das Landgericht, wonach sowohl er, als auch die Grundstückseigentümer Allram und Storch nichts gegen das Schießen einzuwenden hatten, brachte wieder Ruhe ins Land. Der Marktvorsteher mußte zwar noch einen gewaltigen Rüffler über sich ergehen lassen, in dem ihm der Landrichter unmißverständlich klarmachte, daß er seine Befugnisse überschritten hatte, aber das Verfahren wurde eingestellt.
 
1860
 
Gründung eines Gesellenvereins, der spätere Kolpingsverein
 
Am 1. April wurde in Isen eine Brief- und Fahrpostexpedition eingerichtet
 
1867
 
Nach dem Krieg gegen Preußen von 1866 gründeten die Isener einen Veteranenverein
 
1869
 
Am 29. Juni wird die freiwillige Feuerwehr Isen gegründet
 
Nach mündlicher Überlieferung wird auch die Liedertafel Isen in diesem Jahr gegründet
 
1872
 
Bau einer Wasserreserveanlage zum Feuerlöschen
 
1873
 
Gründung der freiwilligen Feuerwehr Schnaupping (nach mündlicher Überlieferung)
 
1876
 
Der Markt Isen bekommt 15 Petroleumlampen als Straßenbeleuchtung
 
Am 28. August dieses Jahres wurde die Freiwillige Feuerwehr Westach gegründet, davor am 5. März wurde in Mittbach ebenfalls eine freiwillige Feuerwehr gegründet.
 
Abriß der alten Schule in Burgrain, dem sog. Jägerhaus. An gleicher Stelle entstand ein Schulneubau
 
1884
 
Isen erhält die erste Kanalisation
 
1893
 
Die Wasserleitung aus Holzdeichen wird durch Gußrohre ersetzt
 
1894
 
Der 14. Juli war für Isen und Umgebung ein Tag der Angst und des Schreckens. Nachmittags gegen 3 Uhr zogen weiße Gewitterwolken von Westen her über unseren Markt, eine Viertelstunde vorher schon rollend und donnernd. Aufeinmal entlud sich ein Sturm, welcher fürchterlich wütend in einen Cyklon ausartete. Blechdächer wurden weggehoben. Ziegeldächer zerstört. Die Schindeldächer teilweise weggeblasen. Die besten und größten Obstbäume abgerissen oder entwurzelt, so auch die Straßenbäume fast alle. In den Staats- und Privatwaldungen war der Anblick ein traurig schrecklicher. Der furchtbare Wirbelsturm warf auf seinem Weg von Forstern her ½ Stunde in der Breite fast alles nieder. Auch der Isener Schuhmachermeister Brandstetter vermerkt hierzu in seinen Aufzeichnungen: Am 14. Juli 1894 war der fürchterliche Zyklon, welcher die Ortschaften Forstern, Forstinning, Tading, Oberbuch und verschiedene Einöden total vernichtete, auch in Isen großen Schaden an Dächern, Waldungen und Obstgärten anrichtete.
 
1895
 
Gründung des Raiffeisenvereins Westach / Isen
 
1897
 
In der Lohmühle erzeugt Xaver Mittermaier zum ersten mal Strom für den Markt Isen
 
1898
 
Gründung des Arbeiter- Kranken- Unterstützungsvereins.
 
Gründung der Burgschützen Burgrain. Wie auf dem Kupferstich von Wenning 1701 zu sehen ist, wurden auf der Burg schon damals regelmäßige Schießübungen durchgeführt.
 
Am 21. Juni wurde die St. Zeno-Apotheke, die erste Isener Apotheke in das Firmenregister eingetragen.
 
1900
 
Die neue Lokalbahn Thann-Matzbach – Isen – Haag fährt am 27. September zum ersten mal von Isen nach Haag.
 
„Am 18. September 1900 war die erste Probefahrt unserer Lokalbahn. In Isen war festlicher Empfang des Zuges, der von Lengdorf, Thann-Matzbach herkam. Unter Böllersalven bewillkommt vom Gemeindeausschuß, der Feuerwehr, dem Veteranenverein, den Schützen, der Schuljugend u.s.w. Auf Einladung des Ritter von Ebermaier wurde Platz genommen und nach Haag gefahren, wo gleicher Empfang vorbereitet war und ein Diner veranstaltet wurde. Abends 6 Uhr Rückfahrt.“ Die offizielle Inbetriebnahme erfolgte dann am 27. September 1900.
 
                                      Zeno Pfest „Die Baugeschichte der Lokalbahn“ aus „Unsere Heimat“ Beiträge zur Marktgeschichte Isens vom 6. Oktober 1953
 
 
 
1901
 
Eröffnung der Kinderbewahranstalt Isen (Kindergarten). Gebaut wurde dieser durch die Mutzel- und Mittermairischen Kleinkinderbewahranstaltstiftung.
 
1902
 
Gründung der Ziegelei Meindl in Isen
 
1903
 
Gründung eines Isener Theatervereins
 
Die Isener Kirche wurde durch Pfarrer Simon Kranz vergrößert, außerdem wurde ein Turm angebaut.
 
1904
 
Im Hause des Kaufmanns Wimmer wurde die erste öffentliche Telefonstelle eingerichtet.
 
Auch der Privat- Unterstützungsverein Schnaupping wurde in diesem Jahr gegründet.
 
1905
 
Am 7. September wird auf Schloß Burgrain ein Blindenheim eröffnet
 
1907
 
Die Zimmerstutzengesellschaft Isen wurde, wie aus ihrer Satzung hervorgeht, im November des Jahres 1907 gegründet. Der Beiname Hubertus weist auf ihren Schutzpatron hin. Die Satzung wurde bereits am 10. Dezember des gleichen Jahres in der Hauptversammlung festgelegt. Zum 1. Schützenmeister wurde der Kaufmann und Jäger Josef Forstmaier gewählt, als Kassier fungierte Josef Stettner. Der 2. Schützenmeister war der Kaufmann J.A. Schmidt.
 
1908
 
1909
 
Franz Pirngruber gründet den Turn- und Sportverein TSV Isen
 
Auch ein Imker- und Obstbauverein wird gegründet
 
1910
 
Gründung des Schützenvereins „Hubertus Weiher“. Der Verein wurde im Dezember gegründet, erster Schützenmeister war Georg Mangstl
 
Wiedergründung der Blaskapelle Pemmering. Die Blasmusik Pemmering / Mittbach ist wohl wesentlich älter, es ist aber leider kein genaues Gründungsdatum bekannt.
 
1911
 
Gründung des Burschen- und Landjugendvereins Pemmering
 
1914
 
Am 2. August 1914 sollte die neuerbaute Turnhalle eingeweiht werden. Alle Orts- und Nachbarvereine sagten ihr Erscheinen zu den Feierlichkeiten zu. Ganz Isen war auf den Beinen und freute sich. Am Vortag zappelten schon die weiß-blauen Fahnen im Markt, Girlanden und Kränze schmückten die Häuser und Zeilen. Reges Treiben herrschte auf dem Turnplatz. Eine Schar Turner bog mit einer Fuhre Tannengrün und Birken von der Schinderbachbrücke zum Turnplatz ein. Da stürmte Gemeindediener Kandler den Bahnberg herab. Seine Handglocke tönte. Kriegszustand! Alle Arbeit blieb liegen, viele Isener mußten sofort zu den Waffen. Später folgte einer dem anderen. – Wir wissen, wie es kam. Die neue Turnhalle stand bald öde und verlassen, ihre Fenster verstaubten, die Geräte rosteten, die Isener waren im Krieg. Aus dem geplanten Jubeltag wurde ein Tag von größter weltgeschichtlicher Bedeutung. (Aus „Unsere Heimat“ Beiträge zur Marktgeschichte Isens, Blatt 4, Juni 1952 von Zeno Pfest
 
1919
 
In Bayern wird durch General Franz von Epp, Hauptmann Ernst Röhm (der spätere SA Führer im 3. Reich) und dem Isener Forstrat Georg Escherich (BVP) die Einwohnerwehr „Organisation Escherich“ aufgestellt. Ein Jahr später war die Orgesch bereits über ganz Deutschland verteilt.
 
Dies ist die Abkürzung für die ORGanisation der Heimatschutzverbände des Forstrats ESCHerich. Dieser hatte in Bayern die Einwohnerwehren, die gegen die Münchner Räterepublik vorgegangen waren, zu einer schlagkräftigen Organisation zusammengeschlossen, welche über Waffen und Logistik verfügte. Sie verbreitete sich nach dem Kapp-Putsch über ganz Deutschland und war zu dieser Zeit die stärkste paramilitärische Kraft des Reiches. Auch der Stahlhelm hatte sich in dieser Zeit der Orgesch angeschlossen. 1921 wurde die Organisation, die mindestens eine Million Mitglieder zählte, von der Reichsregierung verboten, da die Angst vor einem Rechtsputsch noch sehr groß war. Die Orgesch zerfiel danach in viele kleine Gruppierungen, die sich als reaktionäre Bünde, besonders in Bayern, etablierten.
 
Inzwischen hatten sich in Bayern unter ständigem Zuzug aus dem Reich eine große Anzahl Freikorps und Einwohnerwehren - wie in fast allen Einzelstaaten - gebildet, die sich in Bayern jedoch unter Forstrat Escherich eine mächtige Dachorganisation geschaffen hatten (Organisation Escherich - Orgesch). Als die Alliierten die Auflösung der Einwohnerwehren forderten, kam aus Bayern der lauteste Protest. Bayern war inzwischen zum "Eldorado der (...) heimatlosen Rechten" geworden, die überdies begonnen hatten, sich aktiv in die Politik einzumischen. Die Regierung Kahr (1920) wollte auf ihre "stärkste Stütze nicht gern verzichten". Daher kam es im Verlauf des kommenden Jahres zu harten Auseinandersetzungen zwischen Berlin und München, das anstatt der geforderten Auflösung mit einem Aufmarsch der militärischen Verbände provozierte. Erst 1921, nach einem Ultimatum der Entente, kapitulierten die bayerischen Einwohnerwehren. Sie ließen sich entwaffnen und auflösen, was jedoch vielfach bedeutete, daß sie im Untergrund weiter operierten.
 
Trotz dieser etwas zweifelhaften Vergangenheit ist Georg Escherich eine der bekanntesten historischen Persönlichkeiten des Marktes Isen. Escherich war auch Buchautor und Kolonialbeamter. In Isen ist eine Straße nach ihm benannt.
 
 
 
1919
 
 
 
Am 5. Januar wurde der Krieger- und Soldatenverein Pemmering gegründet.
 
 
 
1920
 
 
 
Am 20. September 1920 wurde Isen wieder einmal von einem verheerendem Hochwasser heimgesucht.
 
 
 
1921
 
 
 
Gründung der Schützengesellschaft „Friedliches Tal Eschbaum“.
 
 
 
1924
 
 
 
Gründung der Freischützen Pemmering am 27. November 1924
 
 
 
Die Burgrainer Burgschützen konnten 1924 ihre erste Fahne weihen
 
 
 
1931
 
 
 
Gründung des Dienstboten-Vereins, der heutigen Landjugendbewegung
 
 
 
Nach einem heftigen Streit in der Wirtschaft Erlacher in Isen, bei dem viele böse Worte gefallen waren, erschoss Peter B. von Niederöd seinen Schützenbruder und damaligen Vereinswirt der Feuerschützen, August Meier auf offener Straße vor der Wirtschaft. August Maier, der mit mehreren Schüssen niedergestreckt wurde, verstarb noch am Tatort.
 
 
 
1934
 
 
 
Dr. Hans Bauer zum Führer des Heimatschutzbundes für den Isengau und zum Ortskommandeur für Isen ernannt. Sein direkter Vorgesetzter war der Oberste Führer des deutschen Heimatschutzbundes, der Isener Forstrat Escherich, der zu dieser Zeit weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt war.
 
 
 
1936
 
 
 
Entsteht in Isen eine Schwesternstation des Dritten Ordens. Die Schwestern versorgen den Markt Isen und die nähere Umgebung.
 
 
 
1938
 
 
 
Am 10. Juli 1938 fand in Isen die Primiz von Matthias Brenner statt, an der sich auch die Isener Vereine mit Ihren Abordnungen beteiligten.
 
 
 
1946
 
 
 
Am 6. Oktober 1946 fand in Isen wieder einmal eine Primiz statt. Diesmal von Leopold Beslmüller, Benediktiner aus der Abtei Scheyern. Die Isener Bevölkerung nahm regen Anteil an der Primiz. Beslmüller ist ein Nachkomme des Isener Hutmachers Anton Beslmüller, der auch Gründungsmitglied der Isener Liedertafel war.
 
 
 
1947
 
 
 
Gründung des Verbandes für Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderte und Sozialrentner (VDK) Ortsverband Isen
 
 
 
1951
 
 
 
Gründung des Trachtenvereins Isentaler
 
 
 
Der ehemalige Bürgermeister von Isen, Kaufmann Fritz Weiß, konnte am Neujahrstag die 70. Wiederkehr seines Geburtstages begehen. Am 1. Januar 1881 als Sohn der Seilerseheleute Friedrich und Ursula Weiß geboren, erlernte Weiß zunächst das Handwerk seines Vaters. Nach seiner Rückkehr aus dem 1. Weltkrieg verehelichte sich der Jubilar mit Frl. Ludwiga Schmid und siedelte gleichzeitig als Kaufmann in das Schmidkramer Anwesen über. Von den zwei Kindern, die der Ehe entsprossen, ist ein Sohn noch in Russland vermisst.
 
Am Silvesterabend brachten die Liedertafel Isen und der Kirchenchor ihrem Altmitglied ein Geburtstagsständchen. 50 Jahre lang zählte der Jubilar zu den Mitgliedern der Liedertafel, 52 Jahre hindurch wirkte er beim Kirchenchor Isen mit. Im Namen der Pfarrgemeinde dankte H.H. Kammerer Sammereyer dem Geburtstagskind für seine Dienste und überreichte ihm eine Anerkennungsurkunde des erzbischöflichen Ordinariats München. Den Dank der Marktgemeinde überbrachten Dr. Mayerhofer als Vertreter des Marktgemeinderates. Weiß hatte in den Jahren von 1936 bis 1945 in vorbildlicher Weise die Geschicke der Marktgemeinde geleitet und sich dabei große Verdienste, besonders bei der Gestaltung der öffentlichen Anlagen des Marktes, erworben. In den verschiedensten Vereinen und Organisationen wirkte Weiß an führender Stelle mit. So bei der Gründung des Turnvereines im Jahre 1908, beim Bau der Turnhalle u.s.w. Der Jubilar ist ferner Mitglied des Schützenvereines, des Veteranen- und Kriegervereines und Gründungsmitglied der Karnevalsgesellschaft Isen.
 
 
 
 
 
1952
 
 
 
Die erste Wohnsiedlung, die Josefssiedlung wurde fertiggestellt und von den Bewohnern bezogen.
 
 
 
1955
 
 
 
Gründung des Tennis-Clubs Isen
 
 
 
1957
 
 
 
Gründung der Isener Blaskapelle
 
 
 
1963
 
 
 
Fusion der Schützengesellschaften Hubertus Isen und St. Nepomuk Isen zur Feuerschützengesellschaft Isen. Erster Schützenmeister war Josef Stadlöder
 
 
 
1966
 
 
 
Gründung eines Spielmannszuges durch Georg Kern
 
 
 
Das Großereignis des Jahres 1966 in Isen war sicherlich der Großbrand bei der Ziegelei Meindl am 12. Januar 1966. Der ganze Ort war versammelt, um die Brandbekämpfung zu beobachten. In der Chronik der freiwilligen Feuerwehr Dorfen ist dazu folgendes zu lesen: „Bei dem denkwürdigen Einsatz im Ziegelwerk in Isen hatte die Wehr gleichzeitig mit großer Hitzeeinwirkung durch den Brand einerseits und Kälte um Minus 12 Grad andererseits zu kämpfen.“ Nach 5 Stunden rückte die Dorfener Wehr ab, wie die Chronik sagt, „blau gefroren zwar, aber ohne ernsteren Schaden.“ Die Feuerwehrschläuche der Dorfener waren zu Stangen gefroren
 
 
 
1968
 
 
 
Der Neubau der Isener Grund- und Hauptschule am Bräuanger ist fertiggestellt und wird von den Kindern und Lehrern bezogen. Das alte Lehrerhaus und die alte Volksschule wurden abgerissen.
 
 
 
Der Personenverkehr auf der Bahnlinie Thann-Matzbach – Isen – Haag wird eingestellt
 
 
 
Der ehemalige Isener Bürgermeister Fritz Weiß ist verstorben. Ein Zeitungsbericht aus diesem Jahr berichtet von der Beisetzung:
 
 
 
 
 
Reiche Ernte hielt der Tod in letzter Zeit in Isen. Im 88. Lebensjahr verstarb der frühere Bürgermeister des Marktes Isen und Ehrenbürger Fritz Weiß. Eine große Trauergemeinde geleitete ihn auf seinem letzten Erdenweg auf dem St. Zeno Friedhof. Fahnenabordnungen des TSV Isen, dessen Ehrenvorsitzender der Verstorbene war, der Freiwilligen Feuerwehr, der Feuerschützengesellschaft, des Veteranenvereins und der Liedertafel erwiesen dem Toten die letzte Ehre.
 
Dekan Neubauer nahm die kirchliche Einsegnung vor und sprach trostreiche Worte. Er hob hervor, dass Fritz Weiß ein alteingesessener Isener Bürger war, der seiner Heimat treu verbunden war. Der Geistliche hob auch die Tätigkeit Weiß´ als Chorsänger hervor und dankte ihm dafür herzlich. Dann sprach Bürgermeister Hallwachs. Auch er stellte fest, dass mit dem Verstorbenen ein Stück Alt-Isen zu Grabe getragen worden ist. Weiß habe sich um das Vereins- und Gesellschaftsleben sehr verdient gemacht. 1936 war der Verstorbene zum Bürgermeister des Marktes Isen ernannt worden und habe dieses Amt in der schweren Zeit bis 1945 mit Umsicht und Tatkraft verwaltet. 1953 wurde Fritz Weiß zum Ehrenbürger des Marktes ernannt, um damit seine großen Verdienste zu würdigen. Hallwachs legte namens des Marktgemeinderates einen Kranz nieder. Für den Veteranenverein legte Rumpfinger mit ehrenden Worten einen Kranz nieder. Der Vorstand des TSV Isen, Hans Kotlenga nahm für den Verein Abschied vom Ehrenvorsitzenden, der von 1914 bis 1924 dem Verein vorstand und als alter Turner und Sportler bis in sein hohes Alter hinein lebhaften Anteil am Sportgeschehen nahm. Auch er dankte mit einem Kranz. Für die Isener Liedertafel und den Kirchenchor sprach Rektor Pfest und nahm Abschied von einem bewährten und begeisterten Sänger, der 65 Jahre lang aktiv in beiden Chören mitgewirkt hat. Er dankte ihm im Namen der Mitsänger und der sieben Dirigenten und Chorregenten, unter denen Fritz Weiß sang. Der Kirchenchor brachte das Requiem von Heinrich Huber zu Gehör, die Liedertafel sang ihrem Mitglied ein Grablied. Als der Sarg der geweihten Erde übergeben wurde, senkten sich die Fahnen und drei Böllerschüsse hallten über den Friedhof.
 
            Wasserburger Zeitung / Haager Boote 27. März 1968
 
 
 
1969
 
 
 
Im Sommer wird von Lehrer Zeno Pfest das Isener Heimatmuseum im alten Rathaus eingerichtet.
 
 
 
Am 30. Juli wird der Motorsportclub Isen MSC gegründet.
 
 
 
1971
 
 
 
Die Gemeinden Westach, Schnaupping und Isen zur Marktgemeinde Isen zusammen.
 
 
 
1972
 
 
 
Aufgrund der Gebietsreform wird der Landkreis Wasserburg zum 1. Juli aufgelöst. Die Gemeinden Isen und Mittbach werden nun dem Landkreis Erding zugeschlagen.
 
 
 
Der Ortsverschönerungsverein wird wieder gegründet.
 
 
 
1974
 
 
 
Die Sparkasse Wasserburg am Inn eröffnet eine Filiale in Isen. An dieser Stelle stand zuvor ein Gebäude der Liebesbundstiftung, das zuletzt als Armenhaus genutzt wurde.
 
 
 
Nun wird auch der Güterverkehr auf der Lokalbahn Thann-Matzbach – Isen Haag eingestellt. Die Gleise ab dem Lagerhaus in Richtung Haag werden abmontiert.
 
 
 
1978
 
 
 
Die Gemeinde Mittbach fusioniert am 1. Mai mit der Marktgemeinde Isen. Die Fläche des Gemeindegebietes beträgt nunmehr 4389 Hektar.
 
 
 
Die Verwaltungsgemeinschaft Isen / Lengdorf entsteht
 
 
 
Am 8. September gründet sich die Sportschützen Isen. Erster Schützenmeister war Helmut Winkler
 
 
 
Am 23. Mai Gründung der St. Georg Pfadfinderschaft Isen
 
 
 
1979
 
 
 
Die Verwaltungsgemeinschaft Isen / Lengdorf wird wieder aufgelöst
 
 
 
1982
 
 
 
Die Kanalisation Daxau – Mittbach – Pemmering wird fertiggestellt
 
 
 
1984
 
 
 
Die Marktgemeinde Isen feiert 550 Jahre Marktrechte. Der Höhepunkt dieses Festes war ein historischer Festzug durch Isen.
 
 
 
1990
 
 
 
Die schweren Februarstürme "Vivian" und "Wiebke" zerstören riesige Waldflächen im Sollacher Forst und im restlichen Gemeindebereich.
 
 
 
1993
 
 
 
Das ehemalige Gebäude, der Bavaria Goldschmiede, später Macis an der Mühlbachstraße wird von der Gemeinde erworben. Ein Kindergarten wird eingerichtet und nimmt im Oktober den Betrieb auf.
 
 
 
1997
 
 
 
Anläßlich der 1250 Jahrfeier des Marktes Isen fand ein historisches Markttreiben statt. Die Schützengesellschaften des Ortes z.B. haben zusammen eine Schützenschenke und einen Armbrustschießstand gebaut und betrieben. Zu Essen gab es Halsgrat oder Wammerl mit Salat zu 9,50 DM, zum Trinken Vollbier hell oder Dunkel und Weißbier hell oder dunkel, zu je 3,50 DM per 0,5 Ltr. Sowie Südtiroler Rotwein, zu DM 4,-- per Viertelliter.
 
Die Renovierung des alten Dechanthofes am St. Zeno-Platz, das sog. Brunauerhaus, ist abgeschlossen. Auf Initiative von Herrn Pfarrer Hlawitschka wurde das Gebäude nur mit Eigenleistung und Spendengeldern restauriert

 
Die Einwohnerzahl Isens übersteigt erstmalig 5000.
 
1999
 
Ein großer Tag für die Marktgemeinde Isen war heute die Rückkehr der restaurierten Eirene auf den Giebel des alten Rathauses. Diese Plastik wurde Anfang des Jahrhunderts von dem Isener Bildhauer und Künstler Max Heilmaier geschaffen und wachte seitdem vom alten Rathaus aus über den Markt. Da der Zahn der Zeit sehr stark an der Figur genagt hatte, mußte sie komplett restauriert werden. Die Isener Bürger haben hierfür 30.000 DM gespendet. Heute war nun endlich der Tag gekommen, an dem die Eirene wieder nach Hause zurückgekehrt ist. Durch Spenden der Isener Bürger wurde die Eirene in einer Straubinger Bronzewerkstatt neu gegossen. Sie soll den Giebel des alten Rathauses krönen. Am 14. August fand die feierliche Übergabe der Figur an die Isener Bürger statt. Eirene ist eine Tochter des Zeus und der Gesetzesgöttin Themis. Ihre Schwestern sind Eunomia und DikeDie Gemeinde Isen hat die Isener Vereine gebeten, diesem Ereignis mit der Fahnenabordnung beizuwohnen.
 
 
 
2000
 
Am 27. Mai fand wieder die Isener Marktnacht statt. Am Mittag gab es heftigen Regen und stürmischen Wind. Zum Glück ist das Dach des provisorischen Armbrustschießstandes nicht weggeweht worden, es war bisher noch nicht festgeschraubt. Am Abend, als das Markttreiben begann, hatte der Wettergott doch noch ein Einsehen und verschonte Isen mit weiterem Regen. Der Armbrustschützenstand und die Weinschenke waren bis 5 Uhr Früh sehr gut besucht. Es spielte die Kapelle Eurostrings und Erich Bottesch gab viele bekannte Lieder zum besten
 
Am 1. Juli findet auf der "Ertlmeier Wiese" in Rosenberg das 1. Isener Rossrennerts statt.
 
2001
 
Die Freiwillige Feuerwehr Mittbach feiert ihr 125-jähriges Gründungsfest
 
2002
 
Der Neubau des Gerätehauses der Feuerwehr Westach ist abgeschlossen, am 30. Juni feiert die Freiwillige Feuerwehr Westach ihr 125-jähriges Gründungsfest
 
 
 
(Quelle: Rupert Fruth / Sattlerarchiv
Digitalisiert, überarbeitet und ergänzt von Christian Eberl 2012)

 
 

 

 
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